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Shelley wurde am 23. August 1949 um 07.15 Uhr in Fort Wayne, Indiana
/ USA geboren. Sie ist das einzige Kind ihrer Eltern, Evandine und
Leland. Ihre Mutter war Lehrerin und ihr Vater arbeitete zuerst in
der Gummi-/Kautschuk-Industrie, bevor er ebenfalls Lehrer wurde. Zur
Schule ging Shelley auf der Kekionga Junior High und der South Side
High School. In der letzteren schrieb sie sich 1967 bei "Wranglers"
ein, einem Club für Leute, die bestrebt sind ihre Aussprache und
Rhetorik zu verbessern, um dann an Sprach-Wettbewerben in der
Schule teilnehmen zu können. Zusätzlich wurde sie ein Mitglied im
Meterite Club, einer Vereinigung für Studentinnen im 2.
Studienjahr und für Erst-Semester-Junior-Girls mit einem
B-Notendurchschnitt in Englisch, die sich für die kreativen Aspekte
der Englischen Sprache interessieren.
Um die schauspielerische Seite ebenfalls abzudecken, nahm sie am
Assemblies Workshop teil, welcher Theaterstücke an Thanksgiving und
Weihnachten aufführte.
In ihrem letzten Jahr an der Schule, sie war mittlerweile
Präsidentin des Wrangler Clubs, gewann sie den nationalen "Girls
Extemporaneous Speaking Oratory"-Wettkampf. Sie war damit die erste
Frau nach 20 Jahren, die diese angesehenen Auszeichnung erhielt.
Nebenbei arbeitete sich noch an der Schülerzeitung mit und um einen
genauen Einblick in den Jour- nalismus zu bekommen, besuchte sie die
Zeitungsverlage in Fort Wayne.
Aber es war dann doch die Schauspielerei im Assemblies Workshop, bei
der Shelley sich wohl fühlte und entfalten konnte. Dort war sie dann
auch einmal die
Erzählerin und Hauptdarstellerin in dem Stück "A Turkey's View of
Thanksgiving" (Thanksgiving aus der Sicht eines Truthahns).
Außer in dieser Schauspielgruppe war sie auch noch ein Mitglied des
Konzert-Chors. Dort sang sie alles von Klassik über Spirituals bis
hin zu modernem Pop.
Als sie die Schule verließ, konnte sie mit Stolz auf eine Vielzahl
von Schauspiel- und Sprach-Auszeichnungen zurückblicken. Nun war es
an der Zeit zu überlegen, wie sie dieses Talent auch effektiv
einsetzen konnte.
1967 begann ein Schauspielstudium an der Northwestern
University von Evanston/ Illinois. Dort teilte sie ihr Zimmer mit Ann Ryerson, die Shelley erst zum Modelling
brachte und ihr später dann noch zu einem Engagement in der 'Second
City Improvisational Troop' (einer kleinen Schauspiel- gruppe)
verhalf.
Dann traf Shelley ihren ersten Ehemann, den sie nach einer
stürmischen Romanze heiratete.
Gut für ihre Karriere war, dass ihr Mann ein Filmproduzent gewesen
ist, denn durch sein Wissen und seine Kontakte lernte sie, wie man
kurze, regional basierende Filme drehte, so wie z.B. den in
Chicago spielenden Film 'Encylopaedia Brittanica', in dem sie
auch mitwirkte. Shelleys Zukunft vor der Kamera begann nun langsam.
Diese lokalen Kurzfilme, ihre Schauspielkenntnisse, ihre
Sprach-Auszeichnungen, ihre Reportagen für die Schülerzeitung, sowie
ihre Modellverträge, machten sie neben ihrem jugendlichen und
frischem Aussehen interessant für den örtlichen NBC-TV-Sender, der
1975 eine "Front Person" für das TV-Magazin 'Sorting it out' suchte.
Sie engagierten Shelley, die daraufhin 3 Jahre lang die Sendung co-moderierte, sie
auch produzierte, Regie führte und Beiträge schrieb.
Das Magazin lief von 1975-77 im Raum Chicago und gewann in dieser
Zeit 3 Emmy Awards für die 'Best Entertainment Show'.
In dieser Zeit spielte sie auch in Werbespots mit, u.a. für Salz, Haarshampoo,
Seife und Möbel. Außerdem hatte sie einige Auftritte am örtlichen Theater.
1979 lernte Shelley, die inzwischen geschieden war, Bruce Tyson,
einen Anlageberater/Wertpapier- händler bei einem Blind Date kennen.
1981 heirateten beide und 1985 wurde Tochter Juliana geboren.
Zum Film kam Shelley erst mit 31 Jahren. Sie hatte eine winzige
Nebenrolle in einem unbedeu- tenden Film und der kleine Auftritt von
ihr fiel dann auch noch der Schnittschere zum Opfer...
7 Jahre später, mit dem auch international erfolgreichen Film 'Hello
Again', schaffte sie dann endlich den großen Durchbruch. Danach
folgten Rollen in weiteren Filmen, für die sie ebenfalls sehr gelobt
wurde.
Ab 1982 spielte sie dann als "Diane Chambers" für 5 Jahre in der
Serie "Cheers" mit und für ihre Rolle wurde sie mit mehreren Preisen
ausgezeichnet.
In dieser Zeit spielte sie weiterhin in verschiedenen Filmen mit,
die recht erfolgreich waren. Um sich dann mehr um solche Filme
kümmern zu können, stieg sie nach 5 Jahren aus der Serie "Cheers"
aus. Der Ausspruch "Doing a Shelley" wurde
daraufhin ein Slogan für jemanden, der eine erfolgreiche TV-Rolle für
eine ungewisse Zukunft mit Kinofilmen aufgibt.
Aus mehreren anderen Quellen hörte man damals aber auch, dass
Shelley mit der Zeit immer mehr die besserwisserische und herrische
Art von 'Diane' angenommen hatte und dass einige der restlichen
Cheers-Darsteller, allen voran Ted Danson, Seufzer der Erleichterung
von sich gegeben hätten.
In der Zeit nach Cheers hatte
Shelley dann erst mal Pech mit ihren Filmen. Die Kritiken waren
nicht so besonders und der Erfolg blieb aus. Das änderte sich später
zwar etwas, aber man kann den Erfolg ihrer Filme auch heute noch nur als Durchschnittlich
bezeichnen.
Zwischendurch hatte sie auch immer wieder Gastauftritte in verschiedenen Serien und
spielte auch 19 Folgen lang in einer Serie namens 'Good Advice' mit.
Im Jahr 2004 lief es privat nicht so gut bei Shelley. Nach der
Scheidung von Bruce Tyson litt sie an Depressionen und verlor rapide
an Gewicht. Am 16. November unternahm sie dann einen
Selbst-mordversuch mit einer Überdosis Schlaftabletten. Sie konnte
gerettet werden und musste danach eine Woche im UCLA Medical Center
verbringen. |